Stell dir vor…

- Gedanken zum Glück

Nicht die Umstände machen glücklich, sondern die Gedanken, die ich dabei denke

Herzlichen Dank an die IVZ für den wunderbaren Artikel zum Weltglückstag am 20.03.2021! Es tut doch einfach gut, sich mit etwas Schönem zu beschäftigen, während das Leben um uns herum sowieso macht, was es will.

Das ändert vielleicht nichts an den Umständen. Es fühlt sich aber sehr viel besser an, als wenn ich mich aufrege, womöglich deshalb noch mit jemandem in Streit gerate oder mir ein hübsches Magengeschwür züchte.

Zudem habe ich, während ich gut gelaunt und zuversichtlich bin, deutlich konstruktivere Ideen, als im grantigen Zustand. Ärgerlich sein bedeutet Stress. Und Stress braucht viel Energie in den Muskeln, um beispielsweise schnell vor dem Säbelzahntiger fliehen zu können. Dann bleibt kein Sauerstoff für die Denkfunktionen im Gehirn. Wir laufen quasi auf Autopilot im Überlebensmodus. Ja. In unserem Körper laufen tatsächlich immer noch die alten Programme. Obwohl wir inzwischen – mangels Säbelzahntiger – wesentlich seltener wirklich um unser Leben fürchten müssen, fühlt es sich noch so an, wenn wir nicht bewusst aufpassen. Dann fühlt sich ein Verbot oder eine Krise wie eine Lebensbedrohung an. Und dann reagieren wir entsprechend. Die Stresshormone, die dabei ausgeschüttet werden, sind allerdings ein Gift mit scheußlichen Nebenwirkungen auf den gesamten Gesundheitszustand.

Also lieber die Umstände von der positiven Seite betrachten. Weil es gesund hält. Was Sinn macht. Weil letztendlich keine Stimmung vom Himmel in uns rein fällt, sondern unsere Gedanken unsere Stimmung machen.

Ein Beispiel aus dem eingangs erwähnten Artikel:

Da erzählt ein Landschaftsgärtner (Herr L.) von seinem Arbeitsunfall, als er nach seinem Glück gefragt wird!

Manche andere Person hätte im Leben nicht daran gedacht, das als Glück zu empfinden. Hätte sich womöglich vom Schicksal verraten und verkauft gefühlt und gelitten und gejammert. Und sich fürchterlich dabei gefühlt. Was oft sogar negative Auswirkungen auf den Heilungsprozess hat.

Herr L. freute sich sicher auch nicht direkt über den Unfall. Er schaute sich aber um, was es sonst noch gibt und freute sich darüber, dass seine „tollen Mitarbeiter in der Nähe waren und so besonnen reagiert haben“. Schwupp – Freude. Trotz Unfall. Der ist ja nun eh nicht mehr zu ändern.

Wer ist wohl der zufriedenere Mensch?

Der, dem nie etwas passiert ist? Oder der, der dafür gesorgt hat, dass er viele Erinnerungen hat, über die er dankbar erzählen kann?

Wer noch nicht weiß, wie sich so ein Denken in den ganz normalen Wahnsinn des Alltags integrieren lassen kann, findet viele Anregungen in einem Resilienz-Training. Hier wird nichts neu erfunden, sondern einfach der Blick geschärft für das, was hilft.

Resilienz ist, wenn ich trotz Krisen in der Lage bin, mein Leben als das Besondere zu sehen und zu behandeln, das es ist: Mein (möglicherweise) einziges.

Sonnige Grüße

Karin